Wie steht es um Oberhausener Bäume?

Jede beantragte Baumfällung bewerten ganz genau GRÜNE Mitglieder der Baumkommission in den Bezirksvertretungen. Wie steht es aber insgesamt um den Baumbestand und dessen Entwicklung in Oberhausen?
„Da die Fachverwaltung im Umweltausschuss darüber nicht eigeninitiativ berichtet, haben wir beantragt, dass das nun jedes Jahr im Frühjahr geschehen soll“, erklärt Margarete Dresen.
Die umweltpolitische Sprecherin der GRÜNEN sieht das nicht zuletzt als Konsequenz der Hitzesommer, die dem Bestand der weit über 25.000 Bäume im Kataster sehr schadeten.

Die Neuanpflanzungen im letzten Jahr waren fünfmal höher als 2016. Das bedingt sich durch die hohen Ausfälle aufgrund der heißen Sommer. „Zukünftig müssen, hoffentlich ohne vorherige Abgänge von Bäumen, noch viel mehr angepflanzt werden, um der Stadt als natürliche Klimaanlage zu dienen. Damit Politik das steuern kann, muss sie regelmäßig informiert werden“, stellt Dresen weiter fest.

Von den 300 Bäumen, die in diesem Jahr bisher gepflanzt wurden, können immerhin 100 an neu geschaffenen Baumstandorten wachsen. „Das muss verstärkt werden. Denn Stress, durch schlechte Standorte verursacht, macht die Bäume anfällig für Krankheiten“, erläutert Dresen. Deswegen fordert sie, dass die Standorte so vorbereitet werden, dass Bäume gut gedeihen können. „Das bedeutet, große Baumscheiben zu schaffen, auch wenn dafür Parkplätze weichen müssen. An diesem Punkt scheuen dann aber weite Teile der Politik zurück. Eine konsequente Umweltpolitik sieht anders aus.“
Dass sich das ändern kann, sehen DIE GRÜNEN zuversichtlicher, insbesondere wegen des Drucks vieler Oberhausener*innen, denen der Baumschutz sehr wichtig ist. „Genau diese Aufmerksamkeit hat in den vergangenen Jahren immens dazu geführt, dass das Thema Bäume in den Fokus rückte“, so Margarete Dresen. „Ich erinnere allein an die bisher 57.000 gesammelten Unterschriften zum Erhalt des Sterkrader Waldes.“

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