13.02.15 –
Bei Krankheit geradewegs einen Arzt aufsuchen zu können, erscheint selbstverständlich. Keineswegs selbstverständlich ist das für Flüchtlinge und Asylsuchende. Bremen nahm sich diesem Problem Anfang der 1990er Jahre an, um die Zugangschancen zum Gesundheitssystem für die Betroffenen zu erleichtern. Das daraus hervorgegangene „Bremer Modell“ stand für Münster Pate. Dort beschloss der Rat der Stadt im Dezember 2014 das Modell zu übernehmen.
Die Oberhausener Grünen wiesen in ihrem Positionspapier „Flüchtlinge“ vom Januar unter anderem auf die Notwendigkeit hin, in Oberhausen mit den Münsteranern gleichzuziehen. Ergebnis ist ein Antrag der Koalition aus SPD, Grünen und FDP, der in den kommenden Sozialausschuss eingebracht wird. Dieser sieht vor, dass Asylsuchende zukünftig direkt eine Gesundheitskarte einer Gesetzlichen Krankenkasse erhalten sollen. Mit solch einer ist es ihnen dann möglich, ohne Krankenschein und in der Regel ohne vorherige Genehmigung zum Arzt oder ins Krankenhaus gehen zu können.
Steffi Opitz, sozialpolitische Sprecherin der Grünen, erklärt, dass daher die Verwaltung beauftragt werden soll, mit den Gesetzlichen Krankenkassen Verhandlungen aufzunehmen.
Eine Studie des Gesundheitsamtes Bremen zum Modell erwies, „dass ein großer Teil der gesundheitlichen Belastungen auf die Lebensbedingungen zurückzuführen sind. Gleichzeitig zeichnete sich ab, dass der Gesundheits- oder Krankheitszustand von Asylsuchenden mit den Zugangsbedingungen zum Asyl verknüpft ist.“ Die Erfahrungen in Bremen zeigen nicht zuletzt, dass sich administrative Kosten einsparen ließen.
„Gründe genug die Oberhausener Verwaltung zu bitten, die Gesundheitsversorgung für Flüchtlinge und Asylsuchende zu verbessern. Insbesondere da die Flüchtlingszahlen auch in Oberhausen stetig weiter steigen werden und wir Menschen, die um Hilfe bitten, mit allen uns zur Verfügung stehenden Mittel unterstützen wollen“, kommentiert Fraktionsvize Andreas Blanke den Antrag.
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