Ausbau des Autobahnkreuzes: Falsche Maßnahme in der Klimakrise

„Die unverantwortliche Rodung des Regenwaldes macht dem Klima, somit allen Lebewesen zu schaffen - da sind sich in unseren Breiten wohl alle einig. Wenn es aber um die eigenen Bäume in Oberhausen im Sterkrader Wald geht, dann sollen die einem vermeintlich flüssigeren Autoverkehr weichen“, meint der GRÜNE Norbert Axt besorgt.

Axt, der auch Vorsitzender des Umweltausschusses ist, fragt sich, was das für Zeiten sind, in denen einerseits bedauert wird, dass innerstädtische Bäume auf Grund der trockenen Sommer absterben und gefällt werden müssen, aber andererseits mehrere Hektar eines alten Buchenwaldes in einem Naturschutzgebiet geopfert werden, nur damit Autofahrer etwas schneller am Ziel sind.

Deshalb verweist er auf die breite Erprobung vom Homeoffice durch Corona. „Es war eine deutliche Verringerung des Autoverkehrs zu verzeichnen. Außerdem wurde in vielen Unternehmen die Erfahrung gemacht, dass die Leute auch gut von Zuhause aus arbeiten. Wenn die Problematik mit der Betreuung des Nachwuchses nun wegfällt, sind alternative Arbeitsmodelle eine große Chance, den ausufernden motorisierten Individualverkehr besser in den Griff zu kriegen, zu dem letztlich viele Menschen durch ihre Arbeitswege gezwungen sind. So können Wege und nicht zuletzt auch Zeit gespart werden, die durchs Pendeln verlorengeht.“

Die GRÜNEN bleiben dabei: Der Ausbau des Autobahnkreuzes ist eine falsche Maßnahme in der Klimakrise. Staus werden solange bleiben, bis eine wirkliche Verkehrswende kommt. „Die heutige Zeit schreit nach anderen Lösungen als noch vor zehn Jahren“, betont Norbert Axt, denn damals begannen die Planungen für den Ausbau.

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