07.02.19 –
„Erst wurde auf den Bezug von Atomstrom verzichtet; nun geht es endlich einen Schritt weiter, indem die Energieversorgung von städtischen Gebäuden und Einrichtungen zukünftig voll und ganz aus erneuerbaren Quellen kommen wird“, sagt Norbert Axt, umweltpolitischer Sprecher der GRÜNEN. Damit bezieht er sich auf einen anstehenden Ratsbeschluss, den seine Fraktion bereits Ende 2017 in der damaligen Ampel-Koalition initiierte. Der Rat beschloss daraufhin einstimmig, dass zum Zeitpunkt der nächsten Ausschreibung des Strombezugs auf zertifizierten Ökostrom umgestellt wird.
„Uns war seinerzeit wichtig, dass die Stadt mit gutem Vorbild vorangeht“, so Axt, „und an die städtischen Tochterunternehmen appelliert, ebenso regenerativ erzeugten Strom zu beziehen“.
Nach Ansicht der GRÜNEN soll das aber erst der Anfang sein: „Wir setzen uns dafür ein, dass die Stadt in mittelbarer Zukunft selbst zum sauberen Stromerzeuger wird“, erklärt Fraktionssprecher Andreas Blanke. Dafür gälte es, mittels des Solarkatasters geeignete Dachflächen von städtischen Gebäuden auszumachen, die sich für Photovoltaik-Anlagen anbieten. Diese könnten auch bei Interesse Bürgerenergiegenossenschaften angeboten werden.
„Bundesweit liegen die Erneuerbaren zwar bei fast 40 Prozent“, erläutert Norbert Axt, „doch das von der Bundesregierung angepeilte Ziel von 65 Prozent Ökostrom bis 2030 ist damit noch lange nicht erreicht. In solch einem Ballungsraum, wie dem unsrigen, gehört unserer Ansicht nach, der Ausbau der Photovoltaik klar zu den kommunalen Möglichkeiten der Energiewende.“
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