GRÜNE erteilen keinen Freifahrtschein fürs Baumfällen

„Mehr Grün in die Stadt bringen“ ist das erklärte Ziel der Grünen Ratsfraktion. Im Kontrast dazu stehen Sätze der Lokalpresse der letzten Tage. Diese vermitteln den Eindruck, dass der vom Rat in seiner Sitzung am 9. Februar erteilte Prüfauftrag als „Freifahrtschein fürs Baumfällen im Garten“ durchgehen kann. Stattdessen soll die Verwaltung Optimierungsmöglichkeiten und Umsetzungen für Grünplanungen ermitteln. Nicht zuletzt gilt hierbei die Richtlinie „den Baumbestand in der Stadt durch Neupflanzungen und Alleenprogramm deutlich zu vermehren“.

Dabei wird eine Aussetzung der Antrags- und Genehmigungspflicht für private Grundstücke geprüft werden. Zu betonen ist in diesem Zusammenhang, dass es nicht um eine Aufhebung geht.

Im Fokus der anstehenden Überarbeitung der Baumschutzordnung steht für Norbert Axt, umweltpolitischer Sprecher der Grünen, dass der Spagat gelingt, zwischen der Vereinfachung des Verfahrens für private Gartenbesitzer und einer verstärkten Grünanpflanzung in der Stadt.

Leicht haben es sich die Grünen in der Findung ihrer Position zur Baumschutzsatzung keineswegs gemacht. Dass Bäume erhalten und vermehrt werden sollen, bedeutet im Umkehrschluss aber nicht, Gartenbesitzern per se eine ökologische Unüberlegtheit zu unterstellen, wenn diese einen Baum fällen müssen.

„Die Grünen wollen Stadtgrün stärken, das heißt Oberhausen muss im Sinne des Parkstadtgedankens weiterentwickelt werden“, erklärt Axt.

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