Pop-up-Radwege für Oberhausen

Nicht nur am Himmel, auch auf den Straßen hat sich durch die Pandemie einiges verändert. Deutlich mehr Menschen fahren mit dem Rad, während der Autoverkehr und leider aktuell auch die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel stark zurückgegangen ist.

„Mit sogenannten ‚Pop-up-Bike-Lanes‘ kann schnell und ohne großen Aufwand mehr Platz für Fahrradfahrer*innen geschaffen werden“, erklärt der GRÜNE Norbert Axt, Vorsitzender des Umweltausschusses.

Berlin macht es erfolgreich an mehreren Stellen im Stadtgebiet vor. Mit einfachen Hilfsmitteln, wie Verkehrskegel und Signalfarbe, wird eine Fahrbahn abgetrennt und temporär für den Radverkehr freigegeben. Durch den so gewonnenen Raum werden die notwendigen Abstände besser eingehalten und die Radfahrer*innen kommen sicherer und schneller voran.

„Wir stellen daher in der nächsten Ratssitzung einen Antrag, der vorsieht, dass die Verwaltung zeitnah prüft, entlang der Mülheimer Straße eine Pop-up-Bike-Lane einzurichten“, so GRÜNEN-Fraktionssprecher Andreas Blanke. Diese Radwege sollen zunächst während der Sommerferien und an Wochenenden temporär entstehen, um eine sichere Zufahrt mit dem Fahrrad u.a. zum vielbesuchten Kaisergarten zu ermöglichen.

Eine Auswertung der Pilotvorhaben zur vorübergehenden Einrichtung von Radverkehrsanlagen des Bezirksamtes Friedrichshain-Kreuzberg von Berlin vom 03. April hat ergeben, dass durch die temporären Radwege die Sicherheit im Straßenverkehr gegeben ist und sich durch das geringere Verkehrsaufkommen durch Kraftfahrzeuge keine negativen Einflüsse auf den Kfz-Verkehr ergeben.

„Leider sperren sich in den meisten Städten die Verwaltungen gegen die Einrichtung dieser Radwege und schieben rechtliche Bedenken vor, die jedoch laut Auskunft der Landesregierung NRW unbegründet sind“, erklärt Norbert Axt.

Andreas Blanke ergänzt „Umso wichtiger ist es, den politischen Druck auf die Verwaltung und auch auf die anderen Parteien zu verstärken, damit Pop-up-Bike-Lanes in Oberhausen eine Erfolgsgeschichte werden. Nur von der Stärkung des Radverkehrs reden, reicht eben nicht. Man muss sich pro Radverkehr entscheiden und handeln. Am 22. Juni kann der Rat zeigen, ob sich eine Mehrheit für das Rad finden wird.“

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