Arbeitslosenzentren: Nicht streichen, sondern stärken

Auf Landesebene scheiterte die GRÜNE Fraktion im letzten November mit einem Änderungsantrag, der sich gegen die Umetikettierung der Arbeitslosenzentren wendete, da diese an deren Substanz gehen würde. Die Landesregierung, unter Federführung des Arbeits- und Sozialministers Karl-Josef Laumann (CDU), will sich ab 2021 von der Unterstützung der rund 80 Arbeitslosenzentren in NRW verabschieden. Somit wäre auch Oberhausen betroffen.

„Die Lage vor Ort ist regelrecht traditionell unterversorgt“, kommentiert Sebastian Girrullis, sozialpolitischer Sprecher der Oberhausener GRÜNEN. Nun soll sich die Situation noch einmal drastisch verschlechtern. Wieder wären jene betroffen, die vor allem einer Unterstützung bedürfen.

Mit der Erwerbslosenberatungsstelle Starthilfe e.V. gibt es schon nur eine Anlaufstelle in der Stadt, die aber durch finanzielle und somit personell knappe Ressourcen die Fallzahlen nicht auffangen kann. Somit übernehmen nicht nur die zwei Arbeitslosenzentren der Ruhrwerkstatt und von Kontakt e.V. niedrigschwellige Angebote, sondern ermöglichen Beratungen, die originär nicht in ihren Bereich fallen.

„Uns GRÜNEN ist besonders wichtig, dass die von fast allen Fraktionen, Gruppen und Einzelmitgliedern getragene Ratsresolution ‚Unterstützung für die Arbeitslosenzentren‘ genau diesen Schwachpunkt - den wir nicht hinnehmen - deutlich offenlegt“, so Girrullis weiter. „Wir erhoffen uns aber nicht nur durch die Resolution den Kolleginnen und Kollegen in Düsseldorf eine öffentlich formulierte Unterstützung an die Hand zu geben. Wir GRÜNEN wollen im Zweifelsfall in Oberhausen einen Schritt weitergehen: Fallen die Landesgelder weg, muss die Kommune einspringen.“

 

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